Was sind Polyphenole?


27. Juli 2019

Bei Polyphenolen handelt es sich um verschiedene bioaktive Substanzen, denen gesundheitsfördernde Wirkungen zugeschrieben werden und die alle ihre eigene Wirkung auf den Organismus haben. Sie gehören zu den sekundären Pflanzenstoffen, sind in vielen Pflanzen sowie Früchten zu finden und sitzen meistens direkt in den Randschichten der Produkte.

Polyphenole in Obst, Gemüse und Pflanzen

Polyphenole sind in den meisten Pflanzen und Früchten zu finden. Die Obstsorten Äpfel, Preiselbeeren, Weintrauben, Orangensaft, Nüsse und Kirschen und die Gemüsesorten Grünkohl, Olivenblätter, Zwiebeln, Rote-Bete-Saft, Sojabohnen, Brokkoli, Endivie und Tomaten sind reiche Lieferanten. Im Grüntee findet sich außerdem das Polyphenol Epigallocatechingallat (EGCG).

Polyphenole im Aufbau

Bei den Polyphenolen handelt es sich um aromatische Verbindungen mit zwei oder mehr Hydroxygruppen direkt an einen aromatischen Ring. Eine Hydroxygruppe besteht aus Sauerstoff und Wasserstoff. Sie kommen in fast allen Pflanzen als bioaktive Substanzen wie Farbstoffe, Geschmacksstoffe und Tannine vor. Ihre eigentliche Aufgabe ist der Schutz vor Fraßfeinden oder zur Anlockung von Insekten zur Bestäubung. Sie besitzen eine antioxidative Wirkung und können energiereiche UV-B-Strahlung filtern, wodurch der Photosynthese-Apparat in den Pflanzen geschützt wird.

Die Gruppe der Polyphenole ist sehr komplex und bis heute sind nicht alle Zusammenhänge geklärt. Durch ihre vielfältigen positiven Eigenschaften verdienen sie ein besonderes Augenmerk. Durch eine ausgewogene Ernährung mit Obst und Gemüse können die bioaktiven Substanzen ihre Wirkung im Organismus entfalten.

Polyphenole als Sammelbegriff

Als Polyphenole werden viele Pflanzenstoffe zusammengefasst (Flavonoide, Anthocyane oder Benzoederivate), wobei die Flavonoide die größte Gruppe bilden. Phenolsäuren sind auch als Gerbsäuren bekannt, die für einen herben Geschmack sorgen. Zu den 4.000 heute bekannten Flavonoiden gehören insbesondere wasserlösliche Pflanzenpigmente, zum Beispiel Flavone, Anthocyane und Proanthocyanidine. Ihre Funktion ist es, den Früchten die leuchtenden, kräftigen Farben zu verleihen.

Bild: Kristen Kaethler on Unsplash

 

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