Rebekka Biro im Interview: Myom-Anwenderbeobachtung mit tigovit


10. Mai 2019

Was war Ihre Funktion im Rahmen dieser Anwenderbeobachtung? Wie sah Ihre Arbeit mit
den Frauen im genauen aus?

Ich heiße Rebekka Biro und bin die betreuende Doktorandin der Anwendungsbeobachtung. Ich habe in Zusammenarbeit mit Herrn Prof. Dr. David die Assessments zur Auswertung der zu untersuchenden Parameter (wie Lebensqualität, Ernährung etc.) ausgewählt und für unsere Zwecke modifiziert. Zudem war ich für die Rekrutierung der Frauen verantwortlich, dass heißt ich habe die Vorauswahl mithilfe von Fragebögen getroffen, um unsere gewünschte Patientinnengruppe zu identifizieren.

Während der Anwendungsbeobachtung stand ich stets mit den Patientinnen in Kontakt und habe die Termine zur Aufnahme- und zur Abschlussuntersuchung mit den Frauen vereinbart. In der Zeit der Anwendungsbeobachtung mussten die Frauen verschiedene Aufgaben erfüllen, wie Ernährungsprotokolle führen und Fragebögen zur Lebensqualität ausfüllen sowie die regelmäßige Einnahme der Kapseln gewährleisten. Bei Rückfragen stand ich den Frauen immer zur Verfügung und habe wenn nötig den Kontakt zu Prof. Dr. David hergestellt, um schwerwiegende Probleme zu lösen.

Können Sie uns sagen, wie viele Frauen sich ca. bei Ihnen gemeldet haben und wie viele sich tatsächlich an der Anwendungsbeobachtung beteiligten?

Insgesamt konnten wir großes Interesse der Frauen an der Myom-Behandlung mit grünem Tee verzeichnen. Ich würde sagen, dass sich seit der Anfangsphase im Juni 2017 ca. 10-20 Frauen pro Monat für die Teilnahme an der Anwendungsbeobachtung beworben haben. Aufmerksam wurden die Frauen über den Aufruf auf der Internetseite von tigovit, sowie über den Newsletter der Frauengesundheit und über den Aushang in der Myomsprechstunde von Herrn Prof. Dr. David, der die Anwendungsbeobachtung betreut und leitet.

Insgesamt haben wir 29 Frauen in die Beobachtung eingeschlossen, wovon bereits 19 Patientinnen diese erfolgreich abgeschlossen haben. Die letzte Abschlussuntersuchung wird im Juli 2019 erfolgen, wonach dann die Auswertung beginnen wird.

Was waren die Auswahlkriterien für die Charité?

Die Anwendungsbeobachtung richtete sich an asymptomatische Patientinnen, die aus medizinischer Sicht keiner Behandlung bedurften und die auch selbst keine der etablierten Therapien wünschten. Zudem mussten die Teilnehmerinnen jedes der folgenden Einschlusskriterien erfüllen:

– Frauen mit nicht mehr als vier sonographisch nachweisbaren Myomen > 2 cm Durchmesser, bei denen eine radiologische, chirurgische oder hormonelle Standardtherapie aktuell nicht indiziert bzw. erforderlich ist
– Frauen ohne oder mit geringen myomassoziierten Beschwerden
– Alter ≥18 bis <50 jahre
– keine Wechseljahressymptome vorliegend
– grundsätzliche Bereitschaft im Rahmen der Anwendungsbeobachtung in den nächsten 6 Monaten GTE-Kapseln regelmäßig einzunehmen.

Die Teilnehmerinnen durften jedoch keines der folgenden Ausschlusskriterien erfüllen:
– Uterusfundus am Nabel oder höher tastbar
– Anzahl der Uterusmyome > 4
– Patientinnen mit unregelmäßigen oder azyklischen Blutungen
– Orale Therapie mit Östrogenen und/oder Gestagenen (z.B. Hormonersatztherapie, Schwangerschaftsverhütung mit gestagenfreisetzendem IUD oder hormonelle Kontrazeption
jeder anderen Applikationsart)
– Orale Therapie mit Corticosteroiden
– egelmäßige Einnahme von Phytoöstrogenpräparaten
– komplementärmedizinische Therapie oder Behandlung durch Heilpraktiker innerhalb des Studienzeitraumes geplant
– Unverträglichkeit gegenüber grünem Tee oder sonstigen Bestandteilen der Kapseln
– BMI > 30 und < 18,5
– Schwangerschaft und Stillzeit
– Leber- und/oder Nierenerkrankungen
– Hämoglobinwerte <10 mg> – schwere psychische und/oder organische Erkrankung vorliegend
– chronische Magen-Darmerkrankungen

Wie waren Sie mit der Resonanz zufrieden?

Ich bin und war sehr zufrieden mit der Resonanz und dem Interesse der Frauen an der Anwendungsbeobachtung mit grünem Tee. Ich erhalte bis heute noch Anfragen zur Teilnahme.

Wann kann mit der Veröffentlichung der Ergebnisse gerechnet werden? Dürfen Sie schon etwas zu den Ergebnissen sagen?

Ich hoffe, dass ich die ersten Ergebnisse Ende August 2019 bekanntgeben kann. Momentan ist die Tendenz, dass das Wachstum der Myome bei einem Großteil der Patientinnen unter der Einnahme von grünem Tee stagniert, jedoch sind genauere Angaben erst nach der Auswertung aller Patientinnen möglich, dies wird spätestens Ende diesen Jahres sein.

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