Den eigenen Weg zur Heilung finden – Meine Neurodermitis


14. August 2019

Kennen Sie das Gefühl, es in der eigenen Haut nicht mehr auszuhalten? Wenn alles juckt, die Haut spannt und es schier unerträglich wird, die roten Stellen nicht zu kratzen? Seit meiner Geburt kenne ich dieses Gefühl. Ich wurde mit einer extremen Form von Neurodermitis geboren. In der Pubertät brach es dann so richtig aus: Mein Körper war stark mit Ekzemen übersäht und ich hatte die Schuppenflechte sogar im Gesicht und am Hals.

Neurodermitis – Wenn die Haut brennt

Gut sichtbar für jeden, und neben meinen körperlichen Schmerzen kamen die seelischen dazu, denn in dieser schwierigen Phase des Erwachsenwerdens kam bei mir noch Mobbing hinzu. Ich war die, die man nicht anfassen wollte, die ausgegrenzt wurde und oft alleine war. Vielleicht ist diese Zeit der Grund, dass ich mich sehr gut in Menschen reinversetzen kann und ich den Wert jedes Menschen sehe, egal wie das Äußere ist.

Keine Hilfe durch Cortison und Pillen

Meine Eltern haben mich zu den verschiedensten Ärzten und Hautspezialisten gebracht. Nichts half. Ich wurde auf Kur geschickt und schmierte mit tonnenweise Cortison auf die juckenden Stellen. Keine Linderung. Nachdem nichts aus der normalen Schulmedizin half, wurde mein Interesse für alternative Heilweisen geweckt. Mit 18 Jahren las ich über Kräuterheilkunde, welche Arten der Heilmethoden es gab und wie andere Kulturen mit Krankheiten umgehen.

Ganzheitliche Reise zur Heilung

Vielleicht erwartet der Leser an dieser Stelle eine Geschichte, wie ich mit DEM Wundermittel oder Pülverchen die Neurodermitis besiegte. So war es nicht. Ich stehe diesen „Ich nahm täglich dieses Pülverchen zu mir und nur dadurch kam der Durchbruch“ – Geschichten eher skeptisch gegenüber. Ich persönlich sehe die Gesundheit als etwas an, das man ganzheitlich betrachten muss. Der Weg zur Heilung kann wie das Abtragen von alten, nicht passenden Schichten sein.

Mit 30 Jahren reiste ich dann nach Indien und machte eine Ayurveda-Kur, die meinen Körper von Toxinen reinigte und mir zum ersten Mal Linderung von den Ekzemen verschaffte. Zuhause machte ich eine Darmsanierung, die die Schuppenflechte langsam zum Abklingen brachte. Seit dieser Zeit sind meine Beschwerden weg, und das gab mir die Gewissheit und den Ansporn immer zuerst nach natürlichen Behandlungen zu suchen und meinen Körper mit den Schätzen aus der Natur zu unterstützen.

Die Natur hat viele Antworten für unsere Beschwerden. Bei Ihnen kann der Weg zur Heilung anders sein, als bei mir, denn unsere Körper sind alle verschieden. Wir müssen diese Wege nur suchen und anwenden – auf körperlicher und seelischer Ebene. Das ist meine Überzeugung und meine persönliche Erfahrung.

Meine Offenheit und Interesse an fremden Kulturen brachte mich letztendlich auch zum grünen Tee, der eine Bedeutung im Alltag der Asiaten einnimmt, den man als westlicher Mensch nicht auf den ersten Blick erkennt. Er ist fast schon eine Art Kulturgut, der immer mehr seinen Weg in den Westen und die Forschung macht. Diesen Schatz habe ich mit tigovit für mich und Sie gehoben.

Ich hoffe, dass ich Ihnen mit meiner Geschichte über meine Hauterkrankung Mut gemacht habe, den Weg zurück zur Natur und den vielen Schätzen, die sie für uns bereithält, zu finden.

Ihre Tanja Hohenester, tigovit-Gründerin

 

Bild: Coline Haslé on Unsplash

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